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ITB Innovators: Immer einen Schritt voraus

Gemeinsam mit dem Zukunftsforschungsinstitut TrendOne hat die ITB Berlin 2015 die vielversprechendsten Innovationen für die Reisebranche weltweit gescoutet. Wir präsentieren Ihnen hier die Innovations-Highlights exklusiv.


Omnipresenz

Sightseeing vom Sofa aus – „Omnipresenz“ steuert menschliche Avatare durch fremde Städte

Die Welt mit den Augen eines anderen sehen – was bisher bloß Utopie war, könnte bald Realität werden. Ein spanisches Entwickler-Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die virtuelle Realität in die reale Welt zu holen. „Omnipresenz“, so der Name des Projekts, ermöglicht es Usern, vom heimischen Sofa aus, einen Mitarbeiter vor Ort auf Sightseeing-Tour zu schicken und live dabei zu sein.
Möglich wird dies durch einen Helm mit integrierter Kamera und Anbindung ans Internet. Per Video-Stream sieht und hört der User die Welt in Echtzeit so, wie sie sein Avatar vor Ort wahrnimmt. Durch Eingabe am Computer, die als Sprach- oder Textnachricht übermittelt wird, steuert der virtuelle Tourist seinen Stellvertreter vor Ort. Er kann ihn etwa dazu auffordern, einem Obdachlosen Geld zu geben oder sonst irgendeine gute Tat zu tun. Bezahlt werden diese Wohltaten über die Kreditkarte des Users. Wer für ein größeres Hilfsprojekt Geld sammeln will, kann über den integrierten „Nice Actions“-Panel andere Teilnehmer suchen, die den Betrag aufstocken.
Ferngesteuerte Stadtrundgänge in der realen Welt werden zurzeit in Barcelona angeboten. Dort schlüpft ein Mitarbeiter von Omnipresenz in die Rolle des Avatars. Im zweiten Schritt sollen weitere Orte hinzukommen, und es soll jedem Interessierten möglich sein, sich als Avatar anzubieten.


Scandic

„Hotel to go” – Scandic bietet mobile Zimmer

Wenn der Gast nicht zum Hotel kommt, dann kommt das Hotel eben zum Gast, haben sich die Scandic Hotels gedacht und ein mobiles Übernachtungsangebot entwickelt. „Scandic to go“ heißt das innovative Hotelkonzept, das Gästen ermöglicht genau dort zu übernachten, wo sie möchten.
Egal ob an einem See, in den Schären oder im Wald – die 18 Quadratmeter großen, transportablen Container können fast überall in Skandinavien aufgestellt werden. Vorausgesetzt, der Transport über die Straße oder per Schiff ist möglich und ausreichend Platz vorhanden.
Ausgestattet sind die mobilen Hotelzimmer mit zwei Betten, einem Badezimmer mit Dusche und einer Terrasse. Außerdem gibt es kostenloses W-Lan, einen Fernseher und eine Klimaanlage. Das Schlafsofa bietet Platz für zwei weitere Personen.
Diesen Blick habe ich in keinem anderen Hotel. Das ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis“, erzählt Eva Zall. Die 33-Jährige hat mit ihrem Mann auf der Insel Djurgarden, die zum Stadtgebiet von Stockholm gehört, direkt am Wasser übernachtet.
Weitere Einsatzorte der beiden mobilen Hotelbungalows von „Scandic to go“ waren unter anderem das norwegische Trondheim, ein Themenpark sowie ein See in Finnland und Strand in Südschweden. Gebucht werden muss das „Zimmer zum Mitnehmen“ eine Woche im Voraus, damit die schwedische Hotelgruppe genügend Zeit hat, es an den gewünschten Ort zu bringen.
Die Übernachtung im „Hotel to go“ kostet inklusive Frühstück 2.500 Schwedische Kronen, umgerechnet etwa 230 Euro.


Ohne Gepäck reisen – SendMyBag bringt den Koffer von Zuhause ins Hotel

Wer mit Gepäck fliegt, hat seine Last: Es ist beschwerlich und nervenaufreibend, manchmal auch teuer. Wenn der Koffer nicht der vorgeschriebenen Norm entspricht oder zu schwer ist, muss man dafür extra in die Tasche greifen. Damit Reisende stressfrei in ihre Ferien starten und am Flughafen keine Überraschung erleben, können sie ihr Gepäck nun mit SendMyBag schon mal vorschicken.
Das irische Start-up versendet Koffer und Taschen per Schiff oder nach Übersee per Luftfracht. Das ist für Reisende bequem, denn das Gepäck wird von Tür zu Tür geliefert. Damit entfallen die Schlepperei zum und vom Airport sowie das Warten beim Einchecken und an der Gepäckausgabe. Allerdings benötigen die Koffer etwas mehr Zeit, um an den Zielort zu gelangen und werden deshalb schon einige Tage vor der Abreise abgeholt. Von Frankfurt nach Mallorca dauert der Versand zwischen vier und fünf Werktagen. Dinge, die von Deutschland nach New York geschickt werden, brauchen dagegen nur einen Vorlauf von ein bis zwei Werktagen.
SendMyBag bietet seinen Service weltweit an, gebucht werden kann online auf der Website des Unternehmens. Im März will der Kurierdienst ein Büro in New York eröffnen, um dann auch innerhalb den USA tätig zu werden. Zurzeit kostet der Transport eines Gepäckstückes bis 20 Kilogramm von Frankfurt nach Mallorca hin und zurück 173 Euro. Wiegen Koffer & Co bis zu 30 Kilogramm macht das 212 Euro, jedes weitere Kilo schlägt mit 9,50 zu Buche.
www.sendmybag.com